Atem – das Geheimnis des Gleichgewichts

Diesmal sprechen wir über den Atem. Unser Atem ist eng mit dem Stress- und Entspannungssstem im Körper verbunden. Jeder Atemzug wird nur durch das komplexe Zusammenspiel zwischen dem Yin und Yang des Körpers möglich: Das Zusammenspiel zwischen dem sympathischen und dem parasympathischen System. Das eine steht, verinfacht beschrieben, für die Anspannung, das Andere für die Lockerung.

Damit das Ausatmen gelingt, muss das Stresssystem im Körper für einen Moment abgestellt werden: Die Anspannung lässt nach, das Herz schlägt nicht so stark und der Herzmuskel kann Energie tanken.

Nur ist der Körper nicht immer der Meinung, sich den erholenden Atem auch leisten zu können.

Wenn er sich in den Stressmodus umstellt, wird der tiefe Atem und das lange Ausatmen unterdrückt. Der Rumpf wird fest, die erholsamen Pausen fallen weg. Es ist nicht schlimmt, wenn das immer wieder mal für kurze Zeit passiert. Wenn wir den Vormittag durchrennen und zum Abend die Spannungen ablegen, kommen die Systeme schnell wieder ins Gleichgewicht. Wenn wir aber wochen- und monatelang nicht zum Druchatmen kommen, gerät der Körper immer mehr aus dem Gleichgewicht. Als Erstes machen sich Verspannungen im Rücken und dem Nacken bemerkbar, dann kommen immer mehr Probleme dazu.

Die Schwierkgiet besteht allerdings darin, dass wir mit der Zeit aus dem angespannten Atmen nicht mehr rauskommen.

Wir sind an den flachen Atem gewöhnt und stellen es immer wieder ein auch dann ein, wenn uns eigentlich nichts Schlimmes passiert: Auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen, beim Erledigen von Routineaufgaben. Wir haben es gelernt. Wann? Das wird jeder seine eigene Geschichte erzählen können. Vielleicht passierte es in der Schule, als wir den Atem anhalten und den Worten der Erwachsenen lauschen sollten. Vielleicht kam es noch früher, als wir in großer Ehrfurcht vor der Erwachsenenwelt buchstäbisch zu Atmen vergaßen. Vielleicht passierte es schon im Erwachsenenalter, in der Zeit als sich Probleme türmten und keine Zeit mehr zum durchatmen da war. Die Tatsache ist: Wir haben es verlernt und unser Körper leidet darunter.

Nun ist es an der Zeit es wieder zu lernen.

Das Thema Atem ist so wichtig, dass ich gleich zwei Wochen dafür einplane

Ich sage gleich: Natürlich bin ich nicht so vermessen, in diesen zwei Wochen und auch noch über das Internet Ihren Umgang mit dem Atem grundsätzlich zu verändern, wo manche Yoga-Schulen Jahre daran arbeiten würden. Aber ich kann Ihnen gewisse Orientierungspunkte geben.

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Die Wirkung des entspannten Atems im Körper ist erstaunlich

Die Atembewegung ist tief und verteilt sich meistens in dem gesammten Rumpf bis in den Rücken. Die Rückenmuskulatur profitiert von der leichten Dehnung mit anschließender Entsppanung, die damit verbunden ist.. Die Bewegung des Zwerchfells massiert die Bauchraumorgane und sorgt so bei Magen, Darm, Leber und Niere für bessere Durchblutung. Die Produktion von Stresshormonen wird etwas runtergeregelt, Herzmuskel kann sich erholen. Das Ausatmen ist vergleichsweise lang, entsrechend lang sind auch die Entlastungspausen für die Organe.

In der aktuellen Woche geht es um die Wiederherstellung des bewussten Atems „im Ruhemodus“

in der Nächsten Woche zeige ich, wie Sie dieses im Alltag nutzen können. Um sich mit dem Atem auseinanderzusetzen werden Sie allerdings täglich so 8-10 Minuten Ruhe brauchen, in einer Umgebung, in der Sie sich gemütlich hinlegen oder hinsetzen können und wo keiner Sie stört.

Allerdings sollte man die Übung nicht direkt vor dem Einschlafen im Bett durchführen. Aber vielleicht immer dann, wenn Sie von der Arbeit kommen. Oder ist Ihnen die Zeit nach dem Abendessen oder nach den Nachrichten lieber?

Hier ist meine Lieblings-Atemübung

7 Schritte zur Entspannung: die Atemübung

Suchen Sie etwas aus, aber legen Sie bitte für sich fest. Im nächsten Beitrag geht es weiter.

Herbststille Woche 1: Wärme im Bauch

 

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