Atemtraining

Viele sagen, sie fühlen sich beim Atemtraining nicht entspannt, das Training bringt ihnen nichts. Diese Aussagen beruhen meist auf einem Missverständnis

und dieses Missverständnis finde ich besonders traurig. Es zeigt, dass der Sinn der Atemübungen noch nicht klar ist.

Das Atemtraining ist ein Weg und nicht etwas, was innerhalb einer Stunde klappen sollte.

Atemtraining ist ein körperliches Lernen, ähnlich wie Tanzen, Sport oder Musikinstrument-Spielen. Egal, wie talentiert wir sind, das Erlernen der ersten Schritte erfordert einfach Zeit und regelmäßiges Üben. Keiner nimmt eine Geige in die Hand und erwartet, dass sich beim zweiten Versuch deutliche Erfolge einstellen. Bei dem Atem ist es nicht anders.

Man hört aber immer wieder, es gibt Menschen, bei denen klappt es auf Anhieb.

Ja, manche Teilnehmer erzählen schon beim ersten Mal, dass sie sich phantastisch entspannt fühlten. Das ist insbesondere bei geführten Gruppenübungen der Fall, wo die Teilnehmer gut unterstützt werden. Leider ist diese Art von Erfolg trügerisch und verflüchtigt sich wieder. Die ersten stabilen erfolge kommen bei regelmäßigem Üben nach ungefähr zwei Wochen: Man hat das Gefühl, sich wirklich entspannen zu können.

Egal, ob die ersten Sitzungen genial oder völlig unentspannt waren, der richtige verlässliche Erfolg zeigt sich erst nach ca. 2 Wochen und auch das nur beim regelmäßigen Üben. Denken Sie daran!

Wenn Sie auf sofortige Ergebnisse warten, machen Sie es sich unnötig schwer.

Wofür ist denn das Ganze überhaupt, wenn man nicht mal auf die Entspannung warten darf?

Ja, leider ist es so, dass die stabilen Erfolge auf sich warten lassen. Die Veränderungen im Alltag sind sogar erst nach 4-6 Wochen des Atemtrainings spürbar. In dieser Zeit bemerken Sie aber, dass Sie sich durch Druck und Unruhe um sie herum immer weniger beeindrucken lassen. Ein angenehmer Nebeneffekt der Übung ist: Sie können Ihre Emotionen immer besser steuern.

Ja, für Einige wird es generell zur Entdeckung, dass sie ihre Emotionen steuern können

Sie spüren Ihren Körper besser und übernehmen sich seltener.

Es klingt erstaunlich, unter dem Strich wundert es aber nicht, wenn man weiß, dass sich dabei die Aktivitäten im Insellappen unseres Gehirns verändern – dem Bereich, der für Selbstkontrolle, Selbstwahrnehmung und Suchtverhalten verantwortlich ist.

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7 Schritte zur Entspannung: die Atemübung

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