Informationsflut und die gelernte Hilflosigkeit

Wir wissen alles über alles oder haben zumindest fast alles schon mal gehört. Wir glauben aber nicht mehr, dass uns das praktisch was bringen kann.

Wir sprechen immer wieder darüber, wie die Informationsflut unsere Kinder verändert. Wir achten so selten darauf, was sie mit uns selbst macht.

Doch sie bewirkt eine Menge. Im Umgang mit der Information haben sich meine Patienten in den letzten Jahren sehr geändert und selbst… ich merke, dass ich mich auch in die gleiche Richtung geändert habe.

Wir sind offener geworden,

wir lassen uns leichter auf gedankliche Experimente ein, wir sind leichter für eine neue Sichtweise zu begeistern, doch diese Begeisterung ist oft flüchtig. Es fällt uns immer schwerer, dabei zu bleiben, länger an einem Thema zu arbeiten, konsequent die Vorhaben ins Leben umzusetzen.

Es fiel der Menschheit noch nie leicht, etwas im eigenen Leben zu verändern, doch als die Informationsflut noch nicht da war, scheiterte es meist am Durchhaltevermögen.

Man nahm sich was vor und gab es nach paar Tagen wieder auf. Heute kommt man nicht mehr zum Ausprobieren. Man findet etwas für einen Moment toll und sinnvoll, um sich im nächsten Moment einer neuen tollen und sinnvollen Sache zuzuwenden.

Es klingt nicht schlimm, sorgt aber nach einer Weile für eine Art gelernter Hilflosigkeit.

Unsere Art mit der Information zu arbeiten verändert sich unmerklich. Wir wissen alles über alles oder haben zumindest fast alles schon mal gehört. Wir glauben aber nicht mehr, dass uns das praktisch was bringen kann. Wir gehen mit der Informationsflut mit und sehen zu, an der Oberfläche zu bleiben, um nicht unterzugehen.

Im Rahmen der Informationsüberflutung

Hier sind einige Techniken, die auch in meiner Arbeit immer wieder für Begeisterung sorgen, um anschließend in die Vergessenheit zu geraten. Beim Ausprobieren werden sie für toll befunden, man macht die Erfahrung, dass sie einem gut tun.

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Warum nutzt man sie dann nicht regelmäßiger? Ich weiß es nicht und wenn ich das sage schwingt keine Überheblichkeit mit drin. Ich kenne den Effekt auch von mir. Ich arbeite immer wieder daran, das zu ändern, weiß aber auch, dass es nicht einfach ist.