Durchatmen im Alltag

Menschen, die den ganzen Tag nur rennen und sich selbst dabei vergessen, gehören zu der Risikogruppe in Bezug auf einige Krankheiten, darunter Rückenschmerzen, Bluthochdruck und Burnout.  Das regelmäßige Durchatmen im Alltag wäre da eine Lösung. Wie bekommt man es aber hin, wenn man sich selbst nicht mehr spürt?

Hier besprechen wir, wie Sie das am besten machen.

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Wenn Sie die ganze Zeit mitgeübt haben, klappt es inzwischen mit der Entspannung durch den Atem.

Es kann aber sein, dass es Ihnen genauso geht, wie vielen Teilnehmern, egal bei welcher Art von Entspannungstraining: Die Erholungspausen zwischendurch klappen zwar prima, im Alltag vergisst man aber alles, was man aber regelrecht das Atmen.

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Es ist nicht gut, wenn wir das Durchatmen im Alltag vergessen.

Menschen, die sich selbst im Alltag vergessen und nur noch ihren Aufgaben hinterher jagen, haben zum Beispiel ein viel höheres Risiko, Rückenleiden zu entwickeln als ihre Kollegen, die doch immer wieder den eigenen Körper und sich selbst spüren. Für sitzende Berufe scheint es noch nachvollziehbar zu sein: Eine Sachbearbeiterin, die über Stunden ihre Sitzhaltung vergisst, belastet ihren Rücken enorm. Dasselbe gilt aber auch für bewegte Berufe. Auch eine Krankenschwester, die sich selbst beim Rennen von einem Zimmer zu dem Anderen vergisst, nie bemerkt, dass sie trinken muss oder auf die Toilette, ist in Bezug auf die Rückenschmerzen stärker gefährdet.

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Kennen Sie das Problem?

Gerade in diesen Momenten bräuchte man eigentlich ein kräftiges Durchatmen. Wir sind aber so abgelenkt, dass wir gar nicht daran denken können. Es ist fast unmöglich, sich in einer stressigen Situation an sich selbst zu erinnern. Wir können aber daran arbeiten, dass wir minimale Pausen erkennen und diese nutzen.

Wann würde sich das Durchatmen im Alltag besonders lohnen?

Zum Beispiel immer dann, wenn Sie aus der Situation rauskommen, die besonders viel Aufmerksamkeit von Ihnen erfordert:

  • Wenn Sie ein Fenster mit einem Arbeitsprogramm oder ein Dokument im Computer schließen,
  • Telefonhörer auflegen,
  • das Büro vom Chef oder einen Arbeitsraum verlassen,
  • ins Freie kommen…

Ebenso geeignet sind die Momente, an denen Sie warten müssen, zum Beispiel sie warten …

  • auf die grüne Ampel,
  • auf das Ende eines Ladevorganges,
  • auf die Kaffeemaschine oder den Wasserkocher.

Wahrscheinlich denken Sie jetzt, dass Sie auch in solchen Situationen keinen Nerv für das Durchatmen haben. Wir können aber gemeinsam daran arbeiten, dass sich das ändert.

Zuck zum Thema Atem

Basteln Sie für sich eine Karte zum Thema das Durchatmen im Alltag

Als Erstes suchen Sie die passenden Situationen zusammen. Wählen Sie 5-7 davon, die Ihnen besonders geeignet erscheinen und tragen Sie diese auf einer Karte zusammen. Besonders toll ist es natürlich, wenn Sie zwei Karten anfertigen: eine für Arbeitstage und eine für die Wochenenden.

Als Orientierung liegt diesem Beitrag ein Beispiel einer solchen Karte bei, das wir mal mit Kursteilnehmern zusammengestellt haben.

Ich atme durch, wenn...

Testen Sie Ihre Karte auch ruhig schon mal aus.

Gehen Sie die Karte vor dem Einschlafen durch und stellen Sie sich vor wie Sie morgen in entsprechenden Situationen durchatmen und kurz loslassen werden.

Auch wenn es morgen nicht klappt machen Sie es am Abend nochmals, meistens braucht man 4-5 Tage, um reinzukommen.

Auch ihr Handy kann da eine gute Hilfe sein.

Fotografieren Sie Ihre Karte ab (es sei denn, Sie erstellen sie gleich in einer App) und setzen Sie Erinnerungen . Am Nachmittag klappt die Technik bei den meisten Menschen besser als am Vormittag, das hat mit der Cortisolkurve zu tun. Also verteilen Sie die Erinnerungen wirklich über den Tag.

Wenn es mit den Atempausen im Alltag am Anfang doch nicht so gut klappt, hier ist noch eine kleine Erweiterung

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Es gibt natürlich eine Technik, die das Durchatmen im Alltag erleichtert

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