Faktor p: Kann uns bildhaftes Denken vor den Depressionen schützen?

Bilder und Logik gehören für viele Menschen zusammen. Viele von uns denken bildhaft, wenn es darum geht, trockene Zusammenhänge zu analysieren. Hat das etwas mit der psychischen Gesundheit zu tun?

Eine interessante Studie zu diesem Thema  wurde vor Kurzem in der Biological Psychiatry veröffentlicht .

Im Fokus der Studie stand der so genannte Faktor p. Dieser beschreibt eine Art emotionaler Stabilität. Faktor p ist ist in der psychiatrisch-neurologischer Forschung aus der Beobachtung entstanden, dass es so etwas wie generelle Veranlagung für emotionale Störungen geben muss.

Je höher die Veranlagung oder dieser Faktor, um so höher ist die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens psychische Störungen zu entwickeln.

Letztendlich beschreibt der Faktor p eine ganz einfache und lange bekannte Tatsache: Wir sind alle unterschiedlich. Es gibt Menschen, für die es schwieriger ist, die emotionale Stabilität aufrechtzuerhalten als für die Anderen. Das ist eine inzwischen durch die nachgewiesene Realität und nichts, was man mit Durchhalteparolen aus der Welt schaffen kann.

Für  Forscher ist der Faktor p natürlich sehr interessant. Man will natürlich verstehen, wo er im Gehirn „sitzt“.  Dann könnte man vielleicht auch Schutzmaßnahmen für die Betroffenen entwickeln.

Nun kümmerte sich eine neue Studie um das Zusammenspiel zwischen dem Faktor p und der visuellen Wahrnehmung.

Mehr als 600 Studenten wurden im Dienste der Wissenschaft durch psychologische Test und auch durch den Scanner gejagt und das Ergebnis war wirklich sehr interessant: Je besser unsere Zentren der visuellen Verarbeitung mit den Zentren für Analyse und Verständnis zusammenarbeiten, umso niedriger ist der Faktor p.

In anderen Worten:

Wer die präsentierten Bilder schneller und präziser analysieren kann, scheint besser vor den emotionalen Problemen geschützt.

Nun warten wir ab, ob sich die Zusammenhänge in weiteren Studien bestätigen.

Die Vordenker unter uns können vielleicht bald über Trainings für bessere emotionale Stabilität nachdenken.

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