Winterdepression auf 3 Ebenen anpacken

Winterdepression war mal sinnvoll

Die Tage werden kürzer, die Sonne zeigt sich seltener und die Stimmung geht in den Keller. Über Jahrmillionen war diese Umstellung mit Sicherheit sinnvoll.

Sie schützte unsere Vorfahren vor zu viel Übermut in den Zeiten der knappen Ressourcen. Das betraf nicht nur unsere meschlichen Vorfahren, sondern auch die Tiere. Das Nahrungsangebot wurde weniger, aber auch Aktivitäten gingen zurück. Das sicherte das Überleben.

Heutzutage ist es anders

Die Leistungsgesellschaft machte die Winterdepression zu einem Problem. Wir können uns nicht mehr leisten, uns in eine Höhle zu verkriechen. Wir müssen gegen den natürlichen Rhythmus ankämpfen. Es geht noch, wenn man gerade gute Zeiten erlebt oder generell voller kraft steckt. Wenn man aber empfindlich auf solche Schwankungen reagiert oder sowieso erschöpft ist, so wird es schwieriger.

Wir können diesen Kampf nur gewinnen, wenn wir die Winterdepression auf 3 Ebenen anpacken:

Ihr Körper

… soll ein klares Signal bekommen, dass es weiter geht wie bisher. Unsere Geheimwaffe heißt in diesem Fall Cortisol. Cortisol ist ein körpereigenes Stresshormon. Es ist wesentlich vielfältier als sein Ruf. Cortisol kann uns mit Energie füllen oder auch in die Erschöpfung treiben.

Was Entgleisen der Cortisolkurve mit unserer Stimmung macht:

Sie leben wie im Hamsterrad? Es kann am Cortisol liegen.

Sein stabiler Tagesrhythmus sorgt dafür, dass wir kraftvoll und ausgeglichen durch den Tag kommen. Das heißt: für uns:

  • Gewohnten Tagesverlauf auch am Wochenentde beibehalten
  • Nicht zu spät aus dem Bett springen
  • Nach dem Aufstehen für einen Energieschub sorgen.
  • Erschöpftes Rumhängen abends möglichst reduzieren und dafür sinnvolle kostruktive Etspannung einbauen.
  • Auf gar keinen Fall die körperlichen Aktivitäten einschränken, gern aber angenehme Ausdauer- und Wohlfühlbewegungsarten einbauen, die mit wenig Zwang einhergehen.

Hier etwas mehr dazu.

Ihre Seele

… sollten wir aber nicht auf das Sommertempo hochpeitschen. Das ist genau das Schwierige: Während Sie dem Körper festen Tagesrhythmus und ausrechend Bewegung bieten, darf die Seele baumeln lassen: Emotionale Kampfhandlungen einstellen, sich von belastenden Kontakten zurückziehen, mehr auf die Kleinigkeiten und auf die aktuelle Stimmung achten, das Jahr Revue pasieren lassen und manche Themen vielleicht abschließen. Wenn ihnen also kreisende, depressive Gedanken kommen, ist es ein Signal, sie können konstruktive Arbeit dazu aufnehmen. Suchen Sie sich vorsorglich eine Übung zu Beispiel aus dem Bereich der Achtsamkeit aus. Greifen Sie jederzeit darauf zurück, wenn die Unruhe kommt. Hier ist ein Programm mit solchen Übungen für den Herbst.

Ihr Geist

… wird leider immer wieder versuchen, alles rund um die Winterdepression zu überwachen. Vor allem wenn Sie schon mindestens einen anstrengenden Winter mit diesem Thema durchlebt haben, wird das Schreckensgespenst hier auf Sie lauern. Bei jeder Stimmungsschwankung und jeder schlaflosen Nacht kommt er mit der Vorwarnung, dass die Symptome vielleicht schlechter werden. Gehen Sie mit diesen Gedanken nicht mit! Achten Sie darauf, wann diese kommen, und lenken Sie sich sofort ab. Machen Sie lieber etwas für den Körper oder für die Seele oder suchen Sie für sich eine andere Beschäftigung.

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